Montag, 19. Juni 2017

Wiener Kochg'schichten


Fachfrau für Missgeschicke, Pechvogel, was auch immer ich bin, stellt euch vor, was mir passiert ist:
Mein lange erwartetes Kochbüchlein ist erschienen, es kann erworben werden.




Zur Vorgeschichte: meiner Rezeptsammlung habe ich viele Farbfotos hinzugefügt, was meine hochgeschätzte Verlegerin vor ein monetäres Problem stellte, der Druck wird zu teuer. So besprachen wir die Variante, dass ein Zeichner die Illustrationen vornehmen sollte. Die Zeit verging, der Zeichner erkrankte, ich machte Druck wegen des Erscheinungstermins, plötzlich steht das Büchlein im online Buchhandel. Ein Blick in das Buch lässt mich erstarren, die Fotos sind schwarz/weiß. Ein Hin- und ein Her, viel Aufregung meinerseits, es lässt sich nichts mehr ändern, facit: es ist wie es ist, gehet hin und kaufet 😄




Montag, 5. Juni 2017

Rosenblütensirup



10 grosse duftende rosa Rosenblüten
1 kg Zucker
1 EL Zitronensäure
1 Liter Wasser


Die Rosenblätter mit abgekochtem Wasser übergossen


über Nacht stehen lassen


Das Resterl wurde verkostet, duftet betörend, Geschmack süß


Ich habe das Wasser abgekocht und über die Rosenblüten gegossen. Am nächsten Tag abgeseiht und die Flüssigkeit in einem Topf mit 1 kg Zucker zum Kochen gebracht, das ganze 10 Minuten kochen gelassen. Zitronensäure hinzugefügt. Die Rosa Färbung ist überwältigend!
Heiß in Flaschen gefüllt und verschlossen auf dem Kopf (in ein Glas gestülpt) habe ich den Sirup auskühlen lassen.. Mit Etikett versehen dunkel in der Speis eingelagert. Erster Einsatz wird mit Prosecco sein, für Früchte oder Salatmarinaden sicher auch gut passend.

Freitag, 2. Juni 2017

Ennstal

Eine Erledigung in Liezen, nicht ohne Hintergedanken um die Mittagszeit angesetzt, führte uns in einen etwas abgelegenen Berggasthof. Eine ortskundige Verkäuferin empfahl dieses Gasthaus auf die Frage, wo sie denn ein Schnitzel essen würde. Ein kleines Sonnenfensterchen an einem gewitterträchtigen Tag erlaubte uns sogar im Garten an der geschützten Hauswand Platz zu nehmen.




Es handelt sich um ein uriges altes Steinhaus mit langer Tradition. Wir haben kein kulinarisches Highlight erlebt, das Schnitzel war nicht abgetropft, die Salatmarinade aus der Tube. Allerdings war das Bergkässchnitzel mit Erdäpfelstampf sehr gut. Das Haus hat tolle Kritiken, besonders das Personal wird ob seiner Freundlichkeit gelobt, dies durften wir nicht erleben. Die Kellnerin wollte wortlos abservieren, die Liebenswürdigkeit erwachte erst nach den Worten "fragen Sie uns, ob es geschmeckt hat".





  

Donnerstag, 1. Juni 2017

Streamen


Sport oder Doku? Unsere Freunde kennen das schon alle, bei uns dauert alles etwas länger. Und es begann so: "schon wieder wird das Match nicht übertragen" "Das Programm ist nicht konsumierbar".. kennt ihr diese Meldungen? Die Lösung ist einfach, wir werden das ausprobieren und vor allem ein Sportfreak in der Familie wird sich freuen, so wird wenigstens das Schreibstübchen wieder häufiger frequentiert. Streamen heißt die Lösung! Feedback folgt.

Mittwoch, 24. Mai 2017

Zwischen Salzburg und Bad Ischl

oder genauer gesagt, kurz nach Bad Ischl, in Strobl, wo man zur Postalm abbiegt...
aber langsam, es hat sich so zugetragen: Wäre  nicht eine neue Brille fällig geworden und der Termin in Bad Ischl beim Augenarzt gerade zur Mittagszeit gewesen, dann wären wir nicht so schnell in diesen etwas abgelegenen Gasthof, den Kleefelder Hof  gekommen, den uns erst letzte  Woche jemand empfohlen hatte. Trotzdem wir erst gegen 14 Uhr erschienen waren, wurden wir von einem kosovo-albanischen Kellner in zünftiger Lederhose mit balkanesischer Freundlichkeit bedient. Er hast zwar die Bestellung falsch verstanden, hatte extra "Bratkartoffel" statt Pommes Frites notiert, aber trotzdem Pommes gebracht, das kleine Malheur wurde rasch verziehen und es wurde ein sehr gelungener Nachmittag, den wir nach unsrer Wassermisere sehr gut gebrauchen konnten.

Das Essen hat gemundet, der Gasthof ist mit den vielen Tieren sehr familienfreundlich, die Zimmer dürften von entsprechender Qualität sein, für die Empfehlung danken wir dem lieben Rudi.




"Wer trinkt ohne Durst, wer isst ohne Hunger, der stirbt umso junger"
Martin Luther



Donnerstag, 11. Mai 2017

Endlich wieder Sonnenschein!


Die Sanierungsfirma hat uns heute ein Trockengerät in die Küche gestellt und ein Riesenventilator bläst.




Als Fachfrau für Missgeschicke berichte ich weiter: die für heute angesagte Putzhilfe hat leider kurzfristig abgesagt. Es war ein wunderschöner Tag, grade recht zum Fensterputzen. Vorerst einmal € 60,-- gespart, Kaffee auch selber gemacht und mit geschenkten Kokosbusserln in einer Fluchtecke genossen.





Montag, 8. Mai 2017

Habe ich schon erwähnt?

 
Demnächst kommt ein Kochbuch von mir heraus. Was ist „heraus“? Es wird gedruckt. Ein richtiges Buch aus Papier mit Buchstaben bedruckt!  Ich darf mich jetzt Autorin nennen. Ich arbeite auch an anderen Schreibwerken, darüber später. Zuerst das Kochbuch, dann mehr….

Wiener Kochg'schichten


Das Buch ist vorbestellbar, ab Juni zu erwerben!

Sonntag, 7. Mai 2017

Partnerhunde

Ein Autohaus mit Stern in Salzburg organisiert und sponsert die Übergabefeier für Partnerhunde. Wir durften wieder einmal anwesend sein und haben berührende Augenblicke erlebt!


Meine Hochachtung gilt den "Gastfamilien", bei denen die Hunde während ihrer Ausbildung ihre "Lehrzeit" verbringen und die mit großem Engagement und Zeitaufwand an der Erziehung der Tiere  arbeiten.

Sonntag, 30. April 2017

Besuch

Wenn jemand zur Kur in Bad Ischl ist, dürfen wir mit einem Besuch rechnen. Kaiserwetter hat sich ausnahmsweise auch eingestellt

Freitag, 28. April 2017

In aller Bescheidenheit

habe ich erwähnt, dass demnächst ein Kochbuch von meiner Wenigkeit erscheinen wird.
Einfache Familienrezepte, verbrämt mit Anekdoten. Und hier gibt es die Autorenseite dafür:

Antonia Modic - Autorenseite


Weil es heute schneit, wie den ganzen Winter nicht, haben wir die Früchte des Landes genossen, und das sah so aus:


Gemüsecremesüppchen und Saiblingsfilet

Wie schreibe ich eine Restaurantkritik, ohne negativ zu sein?


In der Bezirksstadt Liezen gibt es seit vergangenen Herbst ein nagelneues Einkaufszentrum, genannt ELI, bequem und großzügig gebaut, mit Geschäften wie auf der Mahü - die heimischen Unternehmer können sich dem Vernehmen nach die hohen Mieten nicht leisten. Ein Weg zum Reifenschuster dieser Tage wurde natürlich mit einem Besuch in diesem Einkaufstempel verbunden, einiges besorgt und dann fiel unser Blick auf "The Italian" wie der Steirer sagt. Super, ein Italiener, das probieren wir. Nur, weil ich einen exzellenten Biotag hatte, breite ich den Mantel des Vergessens über die dargebotene Qualität der Speisen, denn eine Pizza Salame mit teilweise kalter Auflage und eine Carbonara aus gatschigen Nudeln kann man nicht weiter kommentieren. Schade.

Gut für die Seele war der anschließende Besuch bei Bellaflora, trotz miesem Wetterbericht konnte ich nicht widerstehen und schleppte einen Kofferraum voller Kräuter und Pflänzchen weg. Schon mal von Duftpelargonien gehört? Ich habe mich für zitronige entschieden, duften wirklich danach! Leider ruhen alle Pflanzen derzeit im Saunavorraum, denn heute hat uns wieder die weiße Pracht überrascht, wann ist es endlich vorbei mit diesen Wetterkapriolen?

Dienstag, 25. April 2017

Bschoadpackl

Unlängst waren wir zu einer abendlichen Geburtstagsfeier in Gmunden eingeladen. Wie wir immer tun, so stellten wir auch diesen Tag unter das Motto "der Weg ist das Ziel" und besuchten eine Hausmesse im Salzburgischen. Wir vermieden es, einen Imbiss zu nehmen, in Anbetracht des in Aussicht stehenden Bratls. Ebenso verfuhren wir anschließend bei einem Kurzbesuch in Hallein, wo wir schon im Vorfeld um Respektierung unserer abendlichen Einladung gebeten hatten und nur auf einen Kaffee und einen Plausch vorbei kommen wollten. Das war ein schwerer Schlag gegen die Gastfreundschaft der Familie, daher bekamen wir ein Bschoadpackl der besonderen Art mit auf den Weg: selbstgebackenes Roggenbrot und vier handgeformte Semmerln.



Und so sah das Frühstück "danach" aus


Mittwoch, 19. April 2017

Spuren

Da müssen wir durch

Im Augenblick können wir nicht genug kriegen. Nicht nur,  dass uns ein riesiger Wasserschaden, verursacht durch einen Heizungsausfall, zu Saisonbeginn  begrüßt hat, dürfen wir diesen Wintereinbruch über uns ergehen lassen. Apfel- und Weichselbäumchen hatten schon Knospen angesetzt,  die Wiese schon durchwachsen mit Schlüsselblumen und Veilchen. Traurig momentan.

Samstag, 8. April 2017

Es regnet, na wenn schon

Als wir letztes Mal das  Ausflugsgasthaus Häuserl am Stoan aufsuchten war es noch recht früh im Jahr, die traumhafte Aussicht auf die Wienerstadt sollte man bei schönem Wetter genießen. Ein neuer Termin war mit den Freunden rasch vereinbart, wir wollten einen schönen vorösterlichen Nachmittag im Freien genießen, doch manchmal kommt es anders als man denkt. Temperatur kalt, Regen, Aussicht trüb. Das uns eine vorzügliche Wiener Küche erwarten wird liess uns die Verabredung trotzdem wahrnehmen. Es zahlte sich aus, die Bärlauchsaison war eröffnet und sonstige Schmankerln auf der Karte, die man anderswo nicht bekommt





 Ein Striezlkoch mit Zwetsckenröster, warm , flaumig und von einer Größe, die 2 Personen ernâhrte.



Wo kocht man heutzutage ein Gulasch von den Rindswangerln?



Dienstag, 4. April 2017

Osterspaziergang


Die letzten Stunden vor dem angekündigten Wettersturz wurden von vielen Gästen und Einheimischen genützt. 







Freitag, 31. März 2017

Von der Palette gegessen

Zuerst war da ein Zeitungsbericht, dann kam der Livebericht eines Freundes, der dort sein Geburtstagsessen genossen hatte. Olive & Traube müssen wir auch kennen lernen. Ein wenig zur Unzeit für ein Mittagessen, aber bis 15 Uhr darf man, trudelten wir gegen 14 Uhr auf dem spärlich besetzten Parkplatz ein. Gegenüber ein großer Gasthof mit der mediterranen, in dieser Gegend ein wenig deplaciert wirkenden Aufschrift


Über einige Stufen gelangt man in den riesigen Gasthof und ebenso dimensionierten Speisesaal, in welchem wir uns etwas verloren vorkamen, es war natürlich keine "Stoßzeit". Die Lamperie und Holzdecke wahrscheinlich original, wurde der Speisesaal mit sehr modernen Tischen und super bequemen Sesseln ausgestattet.
Wir entschieden uns, eine Vorspeise, nämlich "Frittierte Kartoffelbällchen"  zu teilen und als Hauptgang  ein gefülltes Hühnerfilet im Speckmantel und Fleischlaibchen zu nehmen. Als Autofahrer bestellten wir alkoholfreies, da gab es etwas für uns neues


und überraschend gutes! Die Vorspeise wurde serviert und wie erbeten ein zweiter Teller hergestellt. Wir fragten nach einem Löffel, um das Gericht teilen zu können. Das war ein schlechter Auftakt.
Die frittierten Bällchen waren Laibchen, schmeckten aber hervorragend und wir waren mit der Auswahl zufrieden.

Die Hauptgerichte waren von der Präsentation her der absolute Hammer. Das Püree unter dem Hühnerfilet war wie mit einer Zahnspachtel aufgetragen, die Fleischlaibchen mit den reichlichen Beilagen waren auf einer kleinen Palette (!) angerichtet, die mit bedruckten Papiersäcken ausgelegt war, absolut spektakulär! Die Wedges wurden in einem kleinen Frittierkörbchen im Papiersäckchen geliefert.


Das Hühnerfilet war köstlich gefüllt. Was mich vor ein kleines Problem stellte war, dass die Salatblätter zum selbst Marinieren vorgesehen waren, wie machst du das auf einer Holzpalette mit Papierunterlage?

Uns hat es gut geschmeckt, die Präsentation war phänomenal, ob sich aber der große Landgasthof  ohne Schnitzel und Schweinsbraten auf der Karte halten wird, bleibt abzuwarten.



Es geht los!